Ab Sommer 2018 wird die Webseiten-Geschwindigkeit zu einem wichtigen Rankingfaktor

Nicht nur auf Facebook schraubt man am Algorithmus, auch Google kündigt eine Änderung an. Wie Jens gestern am 17. Januar 2018 auf seinem GoogleWatchBlog berichtete, hat Google für den Sommer 2018 ein “Speed Update” angekündigt. Was das Ganze bedeutet, wie Sie die Geschwindigkeit Ihrer Webseite testen können und was bislang unbekannt ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Google äußerte sich erstmals zum “Speed Update”

Es passiert tatsächlich ziemlich selten, dass Google etwas über den geheimen Algorithmus verrät. Passiert es doch mal, horcht die ganze (Online-)Welt auf. Denn diese Ankündigungen haben es in der Regel echt in sich. Wir können heute davon ausgehen, dass die angekündigte Änderung großen Einfluss auf das Ranking haben wird. Dass die Ladegeschwindigkeit einer Webseite für die Platzierung bei Google wichtig ist, ist unlängst bekannt. Bislang war die Ladegeschwindigkeit aber mehr ein indirekter Rankingfaktor. Das wird sich nun grundlegend ändern. Auch wenn wir nicht genau wissen, welche Priorität dieses Update mit sich bringen wird, gehen wir aktuell davon aus, dass nur sehr schnelle Seiten die Chance auf eine gute Platzierung im Ranking haben werden.

Was sind direkte und indirekte Rankingfaktoren?

Der Google-Algorithmus sorgt dafür, dass Besuchern immer die richtigen Seiten auf Ihre Fragen hin angezeigt werden. Es gibt über 200 Ranking Faktoren, die berücksichtigt werden. Darunter gibt es einige sehr wichtige und viele kleine, die am Ende häufig das Zünglein an der Waage sind. Die Ladegeschwindigkeit einer Seite gilt bereits seit der “mobile index first”-Ankündigung in jedem Fall als indirekter Rankingfaktor. Das mobile Web wird nun mal von der Ladegeschwindigkeit beeinflusst. Wer hat unterwegs schon Lust, zu warten, bis eine große Seite aufwendig geladen ist und auf seinem Smartphone erscheint. Befindet man sich zudem auch noch in einem eher ungünstigen EDGE-Netz, kann so eine Ladegeschwindigkeit schon mal zur Nervenzerreißprobe werden. Der Besucher hat selten viel Geduld und möchte, dass Webseiten sofort geladen werden.

Content, und damit ist natürlich auch immer die Content-Qualität gemeint, gehört bereits seit mehreren Jahren zu einem der direkten und wichtigsten Rankingfaktoren im Hause Google. Aber auch Klickraten, die Verweildauer sowie die Absprungrate sind direkte Faktoren, die Ihr Ranking beeinflussen.

Inzwischen nicht mehr ganz so wichtig für ein gutes Ranking sind Backlinks. Jedenfalls, wenn es um die Quantität und nicht um die Qualität geht.

Bereiten Sie sich jetzt schon auf das kommende Update vor.

Die Ankündigung von Google zum Speed-Update ist ein kleines Geschenk, dass uns gemacht wurde. Denn nun haben wir alle etwa sechs Monate Zeit, uns auf dieses Update vorzubereiten. Das bedeutet im Klartext, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, die Ladegeschwindigkeit Ihrer Webseite zu überprüfen. Dazu können Sie unterschiedliche Tools nutzen. Eines davon kommt direkt aus dem Hause Google. Mit dem Tool: PageSpeed Insights finden Sie schnell heraus, wie es um die Ladegeschwindigkeit Ihrer Seite steht. Außerdem verrät Ihnen ein Test auch, was Sie verbessern können, um bessere Ladezeiten zu bekommen.

3 häufige Fehler, die zu schlechten Ladezeiten führen.

Das Schöne an dem Google-Tool ist, dass nicht nur aktuelle Werte erfragt werden, sondern gleich Optimierungsvorschläge mitgeliefert werden. Hier erkläre ich kurz die drei häufigsten Fehler, die für eine schlechte Ladezeit verantwortlich sind.

#1 Bilder optimieren

Große Bilddateien sind nicht nur bei Fotografen-Seiten häufige Geschwindigkeitsbremsen. Was viele nicht wissen: Die meisten Bilder bringen nicht nur große Mengen Pixel mit, sondern auch Dateien und Informationen, die mit geladen werden müssen. Es gibt einige Tools, die dafür sorgen, dass diese Bilddateien entfernt werden. Ich selbst nutze häufig tinyPNG. Das Tool ist in der Basisversion kostenlos und hier können Bilder bis zu 5 MB komprimiert werden. Wer sich für einen kostenpflichtigen Account entscheidet, bekommt auch größere Bilder unproblematisch komprimiert. Auch wenn dieser Schritt manchmal nervt, lade ich heute kein Bild mehr auf irgendeine Webseite, ohne dass dieses vorher komprimiert wurde. Die Ladezeiten werden es Ihnen danken.

#2: Servergeschwindigkeit

Ein mindestens genauso wichtiger Schritt wie die Bildoptimierung ist die Auswahl des richtigen Servers. Häufig bringt allein ein Umzug der Webseite auf einen schnelleren Server deutliche Vorteile und schnellere Ladezeiten. Vor allem Laien tun sich schwer, einen guten Server zu wählen. Viel zu häufig bekommen wir Projekte auf den Tisch, die bei 1&1 oder Strato gehostet werden. Beide Dienste sind nicht per se schlecht. Aber sie haben nun mal schlechte Ladezeiten. Da führt kein Weg drum herum. Unsere Kundenprojekte hosten wir deshalb bei WP Webhosting Wenn Sie keine wordpress-website haben, empfehle ich Ihnen das Business Webhosting. Der Vorteil gerade bei diesem Anbieter liegt meiner Meinung nach auch darin, dass der Umzug von Ihrem bisherigen Server zu Ihrem neuen Server von dem Anbieter direkt und kostenfrei übernommen wird.

Ein alter Hase und wirklich empfehlenswert ist auch all-inkl.

#3: CSS und Javascript

Etwas schwieriger zu verstehen sind die Bereiche CSS und JavaScript. Vereinfacht ausgedrückt verursachen diese beiden Punkte eine Verzögerung beim Rendern Ihrer Seite. Problematisch sind diese beiden vor allem in den Bereichen, die ohne Scrollen sichtbar sind. “About the fold” sollte entsprechend schnell geladen werden. Zum Verständnis: Wenn jemand Ihre Seite aufruft, baut sich die Seite von oben nach unten auf. Wer jetzt also im oberen Bereich beispielsweise große Slider mit vielen Bildern oder andere, ich nenne es mal „hübsche Details“ hat, muss sich mit diesem Thema beschäftigen. Wir lösen dieses Problem bei Kundenprojekten häufig, indem wir unterschiedliche Seiten für die mobile Ansicht bauen. Vermutlich fragen Sie sich jetzt, warum wir das machen, denn wir bieten ja eine responsive website an. Responsive bedeutet allerdings nur, dass die Seite sich an die Größe des Gerätes anpasst. Die Inhalte bleiben auf allen Ansichten identisch. Was einerseits auch gar nicht schlecht ist. Denn, und das ist hier ganz wichtig, die Inhalte müssen unbedingt auf beiden Seiten identisch sein. Was allerdings nicht identisch sein muss, ist der Aufbau. Auf einem Desktop sieht ein großes Headerbild gut aus und deshalb integrieren wir häufig welche gerade in diesem Bereich. Mobil verzögert ein großes Headerbild jedoch die Ladezeit. Wir lösen es, indem wir im oben sichtbaren Bereich wichtige Informationen liefern, häufig einen Elevator Pitch einbinden, die Bilder aber eher im unteren Bereich der Website anordnen. Bis der User runtergescrollt hat, haben sich diese Bilder selbst im langsamsten EDGE-Netz aufgebaut. Sowohl die User Experience als auch das Ranking werden damit in Zukunft verbessert.

 

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