Schritt für Schritt Anleitung um Ihren Online-Kurs zu erstellen

Online-Kurs. Ein Wort das ich gefühlt 100 Mal lese, wenn ich auf Facebook unterwegs bin. Jeder der was auf sich hält ist, bietet einen Online-Kurs an. Allerdings gibt es hier sehr hohe Qualitätsunterschiede. In diesem Artikel gebe ich Tipps, wie Sie einen guten Online-Kurs erstellen, der auch gekauft wird.

Die Erstellung eines Online-Kurses besteht aus vier Bestandteilen:

  1. Planung
  2. Struktur erstellen
  3. Online-Kurs Erstellung
  4. Vermarktung (und der Teil ist nicht nur super wichtig, er ist auch der schwirigste Teil bei der Onlinekurs Erstellung)

 

 

1. Schritt: Planung ist alles. Auch beim Onlinekurs

Damit Sie einen erfolgreichen Online-Kurs planen können, müssen Sie zuerst herausfinden, bei welchem Problem ihrer Kunden Sie helfen können und wie genau der Onlinekurs aufgebaut werden muss, damit dieser ihre Kunden unterstützt. Wie können Sie herausfinden, welches Ergebnis sich die Kunden wünschen? In dem Sie mit ihrer Zielgruppe ins Gespräch gehen. Zeigen Sie Ihr Expertenwissen, hören Sie den potenziellen Kunden in Facebookgruppen, Blog-Kommentaren usw. zu und befragen Sie diese genau. Dadurch erhalten Sie einen Einblick in die Sichtweise ihrer Kunden und erhalten das Thema für Ihren Kurs.

Verschiedene Arten von Online-Kursen

Bevor Sie einen Online-Kurs erstellen, müssen Sie die vier unterschiedlichen Lerntypen:

  • visuelles Lernen,
  • auditives Lernen,
  • haptisch-motorisches Lernen und kommunikatives Lernen

berücksichtigen. Bei der Erstellung Ihres Onlinekurses sollten Sie Ihre Inhalte immer an mindestens zwei dieser Lerntypen richten. Es gibt verschiedene Online-Kursarten. Diese stelle ich kurz vor:

Der Onlinekurs als E-Mail-Kurs

Das ist sicherlich die einfachste Variante. Allerdings müssen Sie sich hier auf Texte und Bilder beschränken. Wobei letzteres auch nur sehr dezent eingesetzt werden sollte. Je nach E-Mail-Marketing-Anbieter kann man die Mails vorbereiten (Autoresponder oder Sequenzen). Dann müssen Sie überlegen, ob die   Teilnehmer alle zum gleichen Zeitpunkt anfangen oder jeder Teilnehmer separat anfängt. Danach muss man seinen E-Mail-Marketing Account einrichten.

Neben dem Text, können Sie auch folgende Lernangebote machen

  • Audio und Video: Für den Einstieg empfehle ich die Smartphone-Kameras. Achten Sie auf optimale Lichtverhältnisse und eine gute Tonqualität. Ein Smartphoneständer hilft, dass die Aufnahme nicht verwackelt.
  • Interviews: Für die Aufnahme von Interviews eignet sich zoom.us. Das Onlineprogramm hat eine integrierte Aufnahmefunktion, so dass man nachher eine separate Audio und Videospur zum Bearbeiten hat. Für ein Interview zu zweit ist das Programm kostenlos und die Aufnahmezeit nicht beschränkt.
  • Bildschirmtutorials: sind Aufnahmen zum Beispiel von Programmen, um bestimmte Funktionen zu zeigen eignet sich Camtasia.
  • Webinare: Für Webinare eignet sich Webinarjam. Ein großer Nachteil ist der typische Zeitversatz, an den man sich gewöhnt muss.

Nach dem Sie sich überlegt haben, welche Art von Online-Kurs Sie verwenden möchten, kommt der nächste Schritt.

 

2. Schritt: Gut strukturierter Inhalt ist für den Onlinekurserfolg wichtig

Nach dem Sie die Art des Onlinekurses festgelegt haben, brauchen Sie einen Inhaltsplan, damit Sie einen gut strukturierten Inhalt für Ihre Teilnehmer anbieten können.

Was genau sollen die Teilnehmer lernen? Reicht es, wenn Sie Ihnen einen Überblick über das jeweilige Thema geben oder möchten Sie tief einsteigen, weil die Teilnehmer diese Inhalte zum Beispiel für eine Prüfung brauchen. Beachten Sie, dass bei zu vielen Informationen die Abbruchquote des Kurses zu hoch ist.

Ich verrate Ihnen ein Erfolgsgeheiminis für einen erfolgreichen Online-Kurs: Bringen Sie den Teilnehmer Ihr Wissen kurz und präzise bei, so dass die Besucher des Online-Kurses motiviert bleiben. Das erreichen Sie, indem Sie abwechslungsreiche Lernmaterialien, wie Video, Audio, Text etc. verwenden, um die verschiedenen Lerntypen abzuholen und anzusprechen. Allerdings reicht es nicht aus, dass die Teilnehmer sich die Kursinhalte anschauen, anhören bzw. durchlesen. Ihre Kunden müssen das gelernte Wissen durch gezielte Aufgaben umsetzen und für sich eine eigene Strategie entwickeln. Diesen Umsetzungsprozess können Sie noch durch individuelles oder Gruppenfeedback verstärken.

3. Schritt: Online-Kurs Erstellung

Nach dem Sie die Struktur festgelegt haben, kommt nun die Online-Kurs Erstellung.  Haben Sie sich schon Gedanken über die Technik und die Zahlungsabwicklung gemacht?

Bevor Sie den Kurs erstellen, müssen Sie entscheiden, wo die Teilnehmer die Kursinhalte bekommen sollen. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Fullservice-Plattformen, wie Elopage*, Digimember* oder auch Coachy*
  • passwortgeschützten Seite auf der eigenen Webseite mit eigener Progarmmierung

Bei beiden Möglichkeiten gibt es Vor- und Nachteile. Bei Fullservice-Plattformen haben Sie wenig technischen Aufwand. Dadurch müssen Sie aber einen gewissen Prozentsatz der Kursgebühr bezahlen und sind vom Anbieter und seiner Preisgestaltung abhängig. Bei einer passwortgeschützten Seite auf der eigenen Webseite sind die Kosten gering, aber Sie haben einen höheren technischen Aufwand.

 

Für den Teilnehmeraustausch brauchen Sie entweder eine Facebook-Gruppe oder ein Chatsystem, welches in den Kurs integriert wird.

Auch bei der Auswahl des Zahlungsanbieters gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Ein kleiner persönlicher Tipp von: Erstellen Sie den Kurs erst, wenn Sie ihn auch verkauft haben. Ich habe es einfach schon oft erlebt, dass Monate für die Erstellung und Optimierung eines Onlinekurses aufgewendet wurde.

Der dann aber nie verkauft wurde.

Oder, nur drei Mal.

Außerdem sind solche Kurs oft auch noch “am Teilnehmer vorbei” erstellt worden. Ich kenne das selbst. Man hat als Experte eine andere Brille auf, als der Teilnehmer.

Besser ist es daher, den Kurs grob zu planen.

Vielleicht auch die erste Einheit produziert zu haben (dann schlafen Sie vielleicht besser) und einen Beta-Kurs mit 5-10 Teilnehmern laufen zu lassen. So bekommen Sie direktes Feedback, können Dinge ergänzen und verändern und haben gleich ein paar Kundenstimmen für Ihre Verkaufsseite.

Hier noch drei kleine Techniktipps:

  • Beachten Sie bei Videoaufnahmen, dass der Raum repräsentabel und hell genug ist, sowie eine gute Akustik hat.
  • Jedes Video ein einheitliches Intro und Outro erhalten.
  • Planen Sie für die Nachbearbeitung ausreichend Zeit ein.

 

4. Schritt: Vermarktung

Der heutige Onlinekurswettbewerb ist hart umkämpft. Viele Anbieter unterschätzen, wie schwierig es ist, Online-Kursen so zu vermarkten, dass sie ein Verkaufserfolg werden.

Der Schlüssel beim erfolgreichen Verkaufen liegt in der Kombination von verschiedenen Bestandteilen:

  • Genügend Traffic bzw. Besucher auf Ihrer Website
  • kostenfreie Beiträge/ Hinweise/ Tipps zum Problem
  • Freebie/ Webinar, irgendwas kostenfreies, um Vertrauen aufzubauen und vor allem die E-Mail Adresse zu bekommen
  • Automatisierte E-Mails
  • Seminardatenbanken wie zum Beispiel Kursfinder, Kursnet, Semigator oder Springest
  • Seminar als Veranstaltung in Sozialen Netztwerken anbieten
  • Google Adwords
  • Kooperationen mit anderen Seminaranbietern
  • E-Mail Newsletter aufbauen

 

Achten Sie darauf, dass Sie für Ihren Kurs positive Referenzen zufriedener Kunden sammeln und geben Sie potenziellen Kunden einen kostenlosen Einblick in den Kurs gewähren, beispielsweise eine kostenlose Probelektion.

Sie haben noch Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel? Dann hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar.